Deutschland spendet eine Million Euro für präventiven Katastrophenschutz in der Dominikanischen Republik

Vertrag unterschrieben: Sabine Bloch (Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, rechts) mit Rafael Emilio de Luna Pichirilo (Präsident der Nationalen Katastrophenschutzkommission, Mitte) und Jorge Fanlo (Direktor der Welthungerhilfe in der Dominikanischen Republik, links). Bild vergrößern Vertrag unterschrieben: Sabine Bloch (Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, rechts) mit Rafael Emilio de Luna Pichirilo (Präsident der Nationalen Katastrophenschutzkommission, Mitte) und Jorge Fanlo (Direktor der Welthungerhilfe in der Dominikanischen Republik, links). (© Deutsche Botschaft Santo Domingo) Die Bundesrepublik Deutschland hat über das Welternährungsprogramm eine Million Euro für das Projekt Notfallvorsorge für klimatisch bedingte Ereignisse gespendet. Das Projekt soll die institutionellen und gemeinschaftlichen Kapazitäten in Bezug auf Notfallmaßnahmen, ausgelöst durch den globalen Klimawandel, stärken.

Für die nächsten zwei Jahre wird das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen in Abstimmung mit der dominikanischen Katastrophenschutzkommission das Projekt verantworten.

Ziel des Projekts ist es, den Nutzen von Wettervorhersagen zu optimieren und das Beobachten und Erfassen von extremen Wetterereignissen wie z.B. Hurrikane zu verbessern. Frühwarnsysteme sollen so mit genügend Informationen gespeist werden, sodass rechtzeitige Reaktionsmaßnahmen in der Dominikanischen Republik sowie Haiti erfolgen können.

Jorge Fanlo (links), Rafael Emilio de Luna Pichirilo (Mitte) und die deutsche Botschafterin Sabine Bloch (rechts). Bild vergrößern Jorge Fanlo (links), Rafael Emilio de Luna Pichirilo (Mitte) und die deutsche Botschafterin Sabine Bloch (rechts). (© Deutsche Botschaft Santo Domingo) Die Region ist sehr anfällig für Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren. Die Auswirkungen auf die Menschen und ihre Lebensgrundlagen ist schleichend in der Abholzung in Haiti erkennbar, wo nur noch 1,5 Prozent des ursprünglichen Waldes vorhanden ist. 70 Prozent der Landesoberfläche in der Dominikanischen Republik sind von Versteppung und Dürre betroffen.

Das Projekt wird sowohl in der Dominikanischen Republik und Haiti umgesetzt, da beide Nachbarländer von strukturellen Herausforderungen wie Armut, soziale Ungleichheit und begrenzten Fähigkeiten für die Reaktion auf große Naturkatastrophen wie z.B. das Erdbeben in Haiti im Jahr 2010, betroffen sind.

Um die Ziele zu erreichen wird ein Erfahrungs-und Wissensaustausch mit der dominikanischen Wetterbehörde und jener anderer Länder stattfinden. Auch  internationale Hilfsorganisationen, staatliche Institutionen sowie das International Research Institute der Universität von Columbia (USA) sind an dem Projekt beteiligt.Sabine Bloch, Botschafterin der Bundesrepublik  Deutschlands in der Dominikanischen Republik, sagte auf einer Pressekonferenz, dass es eine Ehre sei, das Projekt zu begleiten. Es sei ein weiteres Beispiel für die gute Zusammenarbeit sowie für die freundschaftliche  Beziehung  zwischen beiden Ländern.

Botschafterin Sabine Bloch (Mitte) mit den dominikanischen Partnern von der Nationalen Katastrophenschutzkommission und der Welthungerhilfe. Bild vergrößern Botschafterin Sabine Bloch (Mitte) mit den dominikanischen Partnern von der Nationalen Katastrophenschutzkommission und der Welthungerhilfe. (© Deutsche Botschaft Santo Domingo) Generalmajor Rafael Emilio de Luna Pichirilo, Präsident der dominikanischen Katastrophenschutz- kommission, betonte die große Bedeutung des Projekts und versichert dass die Ergebnisse des Projekts sich positiv auf die lokalen Institutionen, die für das Risikomanagement des Landes zuständig sind, als auch auf den einzelnen Bürger des Landes auswirken werden. „Wir werden weniger anfällig sein für mögliche Naturkatastrophen und früher wissen, was zu tun ist, wenn wetterbedingte Risiken auf uns zu kommen", sagte de Luna Pichirilo.