Der bisher größte Solarpark der Karibik ist „made in Germany“

Der größte Solarpark der Karibik im dominikanischen Monte Plata. Bild vergrößern Der größte Solarpark der Karibik im dominikanischen Monte Plata. (© Deutsche Botschaft Santo Domingo) Ein Meilenstein in der Energiegeschichte der Dominikanischen Republik wurde Ende März in der Region Monte Plata gelegt: Der größte Solarpark der Karibik wurde als Teil einer taiwanesischen Investition von dem Duisburger Unternehmen Soventix errichtet. Seine Leistung ist in einer ersten Phase auf 30 MW ausgelegt und wird später auf 67 MW ausgebaut. Dafür sorgen insgesamt 270.000 Solarpaneele. Allein mit der ersten 30 MW-Phase verdreifacht sich die Anzahl der in der Dominikanischen Republik existierenden Solarzellen. Wenn die volle Leistung von 67 Watt erreicht ist, wird sich der der über Photovoltaik generierte Strom im Land verfünffacht haben, 70.000 Tonnen CO2-Ausstoß sollen jährlich ersetzt und rund 50.000 Haushalte mit sauberem Solarstrom versorgt werden. Zudem wurden 300 direkte und 1.000 indirekte Arbeitsplätze in der Region geschaffen.

Weitere Großprojekte deutscher Firmen sind angelaufen, u.a. ein 58 MW-Solarpark des Unternehmens F&S Solar aus Euskirchen in der nordwestlichen Provinz Monte Cristi.

Die Bedingungen auf der von Sonne verwöhnten Karibikinsel (doppelte Sonneneinstrahlung im Vergleich zu Deutschland) sind hervorragend für die Wind- und Solarstromproduktion. Experten gehen davon aus, dass die Dominikanische Republik ihren Energiebedarf zu mindestens 85 Prozent aus erneuerbaren Energien decken könnte und so allein bis zum Jahr 2030 ca. 25 Mrd. USD sparen könnte, da der bisherige Energie-Mix noch überwiegend aus konventionellen fossilen Energieträgern besteht.

Größter Solarpark der Karibik

Solarzellen